Yippie, Christmas!

Cowboys Wenn Schulwarte von ihrem Stück Prärie schwärmen, Hernalser Straßenbahner zum Formationstanz bitten und ein Wirt den Cowboyhut nur in der Dusche abnimmt, ist es soweit: Wiener Westernfreunde feiern Weihnachten.

Stadtleben | Thomas Rottenberg | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Cash. Christian Fischer hört Johnny Cash. Jedenfalls läuft der Mann, der sagt, er würde die schwarze Kluft erst ablegen, wenn es kein Unrecht mehr gibt, fast immer, wenn man zu Fischer ins Auto steigt: "The taste of love is sweet ..." Aber wenn man Cash erwartet, wirft Fischer den CD-Wechsler an. ZZ-Top. Südstaatenrock, Bärte, der Traum von der Weite des Westens, Stiefel und Fransen. Ein passender Soundtrack für den Trail von Wien nach Westen. Nach Klosterneuburg.

Der Gouverneur "Die meisten Leute wissen nicht, was alles Country ist." Der Mann mit der aufwendigen Gravur im Griff des Spazierstocks streicht bedächtig über seinen grauen Oberlippenbart. "Das geht von Johnny Cash bis zu Rhythm & Blues, Cajun, Rock 'n' Roll oder Modern Country. Mir gefällt Johnny Cash aber besser als die meisten Modern-Country-Songs." Heribert Naber legt die Hände auf den Griff seines Stocks. Der graue, breitkrempige Hut, der verrät, daß der soignierte Herr vor seinem Zivilleben eine achtbare Karriere


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