Politik

Politik | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

Was war Entfremdung in der ÖVP Die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic legte vergangene Woche ihr Amt als VP-Vize zurück. Während man den Schritt der steirischen Länderchefin parteiintern lieber als Konsequenz von "Arbeitsüberlastung" interpretierte, hielt sich hartnäckig das böse Gerücht, Klasnic hätte die Nase voll gehabt vom anhaltenden VP-Streit in Sachen Semmeringtunnel. So oder so, Schüssel hatte keine Zeit für Aussprachen im Parteivorstand, ihn zog's über den Atlantik. Bill Clinton wartete im Weißen Haus schon sehnsüchtig auf den VP-Chef.

Was kommt EURO Mit 1.1.1999 kommt das West-Europa-Geld. Vorerst allerdings nur als Buchwährung. Bereits am Tag davor, am 31.12. um 12.30 Uhr, werden die Kurse veröffentlicht, mit denen der Euro (13,76 Alpendollar) künftig in die nationalen Währungen umzurechnen ist. Die Konsequenz der Einführung des Phantomgeldes: Kauf und Verkauf von Valuten aus Ländern der Währungsunion werden etwas billiger. Den Euro als Bargeld wird es erst ab Anfang 2002 geben. Daher Achtung: Wer in den kommenden Monaten Euro als Geldscheine oder Münzen kauft, wird übers Ohr gehauen.

Was fehlt Licht in der Waffencausa Verteidigungsminister Werner Fasslabend (ÖVP) soll, vorbei an der Regierung und unter Wegsehen des Innenressorts, Waffen verscherbelt haben. Vergangene Woche legte der Grüne Andreas Wabl neue Unterlagen zum Verkauf von 40.000 Sturmgewehren vor. Dabei handelte es sich um den schriftlichen Zuschlag vom 5. August 1996, der an die Schweizer Firma Brügger + Thomet gegangen war. Der grüne Mißtrauensantrag im Parlament blieb erfolglos, da es die Koalitionspartner vorzogen, heuer noch einmal zu kuscheln: Die SP stimmte dem Antrag der kleinen Oppositionspartei nicht zu. Wenn auch SP-Klubchef Peter Kostelka achselzuckend einräumte: Minister Fasslabend habe seine Käufer "nicht gerade optimal ausgewählt".


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