1998 - Jahr des Erwachens

Bestenliste Die zehn besten neuen Lokale eines an Neueröffnungen nicht gerade armen Jahres. Nach - eh klar - subjektiven Kriterien ausgewählt, alphabetisch geordnet.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

Für Ignoranten und Nasenrümpfer war es ein tolles Jahr. Denn, ei, wie zielsicher trifft der Hohn, wenn hier mal was aufsperrt, das den bisherigen Erfahrungshorizont von hinter dem Wald ein bißchen übersteigt? Und das passierte heuer nicht nur einmal, nein, gleich mehrere wagten es, die seit vielen Jahren so eitel gewienerte, gutbürgerlich-regional-verfeinerte Bodenständigkeit zu verlassen, in deren Mikrokosmos unsere kulinarische Identität während des letzten Jahrzehnts zu einem vor Selbstbewußtsein strotzenden Gänseblümchen gedieh. 1998 war aber endlich Schluß mit fad, Backhendlsalat mit Kernöl und Tafelspitzsülzchen bekamen Herausforderer, 1998 begann das beislmäßige Wien, nicht mehr Sankt Pölten zu sein.

Aioli Schön, daß Attila Dogudan neben Börsengang und Formel-1-Catering auch noch Zeit hatte, was wirklich Feines auf die Beine zu stellen: italo-franco-spanisches Vorspeisenparadies im barcelonetischen Design. Köstlich, frisch, im Detail wunderbar, idealer City-Stop,


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