Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

Die Geschichte ist lang, umständlich, unglaublich. Jemand hatte halt was dagegen, daß sich Reinhard Stöhr in seiner Existenz als Sagen- und Märchenerzähler Melo nannte. Auf jeden Fall: Melo heißt jetzt Wieny. Gleichgeblieben ist seine Liebe zu Geschichten aller Art, die der ehemalige Magistratsbeamte entweder selbst schreibt oder aus den Erinnerungen der Stadt kramt. 700mal pro Jahr führt er (nicht nur) Kinder durch Wien oder - wie im Rahmen des Winterferienspiels - durch das neue Schmetterlingshaus im Burggarten. Dazu gibt es Geschichten, die immer auch ein bißl lehrreich sind. "Ich lasse meine Märchen immer so ausgehen, daß man mit der eigenen Phantasie weitermachen kann", sagt er. Wie beim Frauenmärchen mit dem Titel "Der Traummann". Einmal pro Monat lädt der 40jährige zum Familiensagenwandertag. Der nächste findet am Silvestertag statt. Treffpunkt: 16 Uhr, Endstelle D, 19., Zahnradbahnstr., mitzubringen: Glücksbringer (Eltern) oder Laterne (Kinder). S.N.


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