007 in der MA12

Ausländer In einer internen Dienstanweisung sollten Sozialamtsmitarbeiter ihre Klienten auf mögliche "Scheinehen" hin überprüfen. Im Büro von Stadträtin Grete Laska weiß man von nichts.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

Zugegeben, die Idee ist nicht schlecht. Sie erinnert ein wenig an einen der schlechteren Filme, die Gerard Depardieu in seiner Karriere gedreht hat. "Green Card" hieß der. Der arme, illegale französische Einwanderer muß möglichst ehenah mit seiner US-Gefährtin leben, um nach einem Jahr seine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten, seine "Green Card". Die Zahnbürsten brav nebeneinander. Schön auswendig lernen, wann wer mit dem anderen und am besten noch wie usw. usf. Können wir auch, dürften sich die 007 in den Reihen der Magistratsabteilung zwölf (Sozialamt) wohl gedacht haben, als sie die folgende Dienstanweisung für "alle Sozialreferate, Sozialämter und Außenstellen" ausbaldowerten: "Sollte im Zuge einer Amtstätigkeit bekannt werden, daß ein/e nichtösterreichische/r Staatsbürger/in mit einer/m Österreicher/in eine Scheinehe eingegangen ist, ist dies dem Leiter der Fremdenpolizei im 9. Bezirk, Wasagasse, unter Anführung des Namens und des Geburtsdatums des Fremden schriftlich


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