"La Parola Amore Esiste"

An der Peripherie des Erzählens

Kultur | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

Großstadtverkehr. Eine junge Frau überquert, eher zögerlich, einen Platz. Es scheint, als habe sie Schwierigkeiten, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ihre Bewegungen wirken aus der Distanz ein wenig unsicher. Immer wieder verzögert ein leichtes Innehalten ihren Schritt, schwenkt sie abrupt einmal nach links, dann wieder nach rechts ab, so, als folge sie einer unsichtbaren Linie auf dem Straßenpflaster. Schließlich erreicht sie das letzte Hindernis, eine Kreuzung. Die weißen und schwarzen Linien des Zebrastreifens liegen vor ihr. Sie schickt sich an, über die Straße zu gehen, wie man normalerweise zu einem Hürdenlauf antreten würde. Angela ist unterwegs zu ihrem Analytiker.

"La parola amore esiste" ist Mimmo Caloprestis zweiter Spielfilm. Die Hauptrolle spielt, wie zuvor schon in "La seconda volta" (1996), Valeria Bruni-Tedeschi und der vormalige Dokumentarfilmer selbst den Psychoanalytiker. Ihre Zusammenarbeit bei diesem Film ging weit über das übliche Maß hinaus. Die Idee


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