Von Hugo bis Detlev

Film Sieben Filme in drei Wochen: eine Auswahl der Kino-Novitäten zum Jahreswechsel.

Kultur | aus FALTER 52/98 vom 23.12.1998

,,Les Misérables" Victor Hugos "Les Misérables" von 1862 ist womöglich der am öftesten verfilmte Roman der Weltliteratur. In Frankreich wurde er bereits 1906 zum ersten Mal für die Leinwand adaptiert, und schätzungsweise zwanzig weitere Verfilmungen sind bis anhin gefolgt. Ein schöner, zeitloser, unverwüstlicher Stoff: Cameron Mackintosh hat ihn als pampig-disneyeskes Musical produziert, Regisseur Claude Lelouch ihn zuletzt ins 20. Jahrhundert transponiert. Jetzt hat sich Hollywood zum wiederholten Male und in großer Ausstattung dieses Werks angenommen.

Die Geschichte ist die Jean Valjeans, eines ehemaligen Sträflings, der den gesellschaftlichen Aufstieg geschafft hat und zu einem Wohltäter für seine Mitmenschen geworden ist. Doch die Vergangenheit, personifiziert durch den Polizeiinspektor Javert, läßt ihn nicht los. Immer wieder muß er dessen Nachstellungen fliehen und immer wieder ein neues Leben beginnen. Eigentlich der klassische Plot für einen Film noir. Jeder


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