Frauen ohne Gewissen?

Kommentar: Die Diskussion um die sogenannte "Abtreibungspille" ist von falschen Behauptungen und Stimmungsmache gekennzeichnet.

Vorwort | Beate Wimmer-Puchinger | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Die aktuelle Diskussion um die Zulassung eines Medikaments (Mifegyne) geht an sachlich-professionellen medizinischen Inhalten vorbei! Statt dessen werden im 25. Jahr seit Einführung der Fristenregelung zum x-ten Mal Frauen in ihren auch von der WHO festgeschriebenen Rechten, auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und auf Eigenverantwortung, bevormundet und in ihren emotionalen, moralischen und sozialen Grundhaltungen diffamiert.

Folgende Behauptungen sind als Fakten falsch, frauenfeindlich und eindeutig zu widerlegen: 1. Falsch ist, daß Frauen sich die Entscheidung gegen eine Schwangerschaft zu leicht machen würden.

Richtig ist, daß Frauen sich nach reiflicher Überlegung von sozialen, emotionalen, ökonomischen und moralischen Aspekten zu diesem letzten Ausweg sehr verantwortungsbewußt entscheiden, wie die große empirische Studie des Ludwig-Boltzmann-Institutes von 1982 deutlich zeigte.

2. Falsch ist, daß die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche mit Zulassung des Medikaments steigen


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