Dolm der Woche: M. Rauch-Kallat

Politik | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Es war einmal eine quirlige ÖVP-Nachwuchshoffnung. Sie trug gern lustige Hüte und progressiven Ohrschmuck. Dann wurde sie Generalsekretärin, heiratete einen straußenzüchtenden Grafen, tauschte den lustigen Hut gegen ein konservatives Stecktuch und plauderte seltsame Dinge. Waffenverbote sind nicht erforderlich, auch wenn jedes halbe Jahr eine Familie durch private Schußwaffen ausgerottet wird. Ein Kaisersproß, der im Verdacht steht, an Spendengeldern für hungernde Kinder genascht zu haben, ist kein Schaden für die ÖVP. Nun wurde die heilige Maria der ÖVP selbst von ihrem gestrengen Klubobmann links überholt. Die Abtreibungspille, wetterte Rauch-Kallat, komme nicht in Frage, da sie Abtreibungen für Frauen erleichtere. Ja, da ist es effektiver, wenn man Frauen die Gebärmutter mit dem Messer auskratzt. Wer abtreibt, muß leiden. Rauch-Kallat, nehmen Sie den bunten Hut!


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