Europhorie

Währungsunion: Europas neue Währung wurde zu Jahresbeginn mit Euphorie gefeiert. Macht sie Europa wirklich zum Wirtschaftsgiganten?

Nina Weissensteiner | Politik | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Kein Zweifel, bei einigen war die Begeisterung, die kuriose Kopfbedeckung zu tragen, vom Alkohol induziert. Zu Tausenden tanzten die Leute nächtens in Wien mit spitzen blauen Papphüten, die gelbe Sternchen zierten, auf den Straßen und bliesen beschwingt in Tröten mit demselben Muster. Alkoholeinfluß hin oder her, mit Jahreswechsel schlug die Stunde der Eurotiker, der Währungsunions-Optimisten.

Am Nachmittag hatte in Brüssel Jacques Santer die Anzeigetafel enthüllt. Der Präsident der Europäischen Kommission präsentierte im Blitzlichtgewitter der Fotografen die Umrechnungskurse zwischen den bisherigen nationalen Währungen und dem Euro, die erstmals feststanden. Die rot leuchtenden Zahlen sorgten für die - bis heute anhaltende - Europhorie. Stolze 1,181 Dollar ist der neue Euro (13,7603 Schilling) wert, in den ersten Jännertagen kletterte er kurzfristig auf 1,19 Dollar.

Ein "Superstart", ein "fulminanter Einstieg", "Bewährungsprobe mit Bravour geschafft", jubelte man an den europäischen

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