Versalzburgt Wien!

StadtFeste Richard Schmitz, ÖVP-Bezirksvorsteher des ersten Bezirkes, will Wiens Touristen durch eine "Eventordnung" vor spontanen kulturellen Veranstaltungen beschützen.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Es wäre ein prächtiges Szenario: Kutscher mit Franz-Joseph-Koteletten auf Fiakern, daneben ein paar Drehorgelspieler. Vor dem Demel servieren süße Wiener Mädeln in weißen Schürzchen feine Mehlspeisen. Zart ertönt Walzermusik. Der deutsche Tourist wäre glücklich. Richard Schmitz auch: "Die Wiener Innenstadt soll sich ihren Besuchern aus dem Ausland unverfälscht darbieten. Der Blick auf die historischen Gebäude und Ensembles soll weitgehend möglich sein." In letzter Zeit war das nämlich nicht so. Wilde Partys auf der Ringstraße, ausgelassene Feste an historischen Plätzen, genügten "dem Qualitätsanspruch der Inneren Stadt" nicht mehr." Touristen könnte die Sicht auf "Proportionen, Dominanten und Blickachsen sowie Platzfigurationen" verstellt werden, befürchtet Schmitz. Ordnung muß sein. "Eventordnung". In 14 Paragraphen manifestiert Schmitz seine Vision einer "unverfälschten Innenstadt": "Veranstaltungen der Stadt Wien sind mit strengen Maßstäben auf ihre Nützlichkeit


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