Wienzeug

Politik | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Duschverordnung Eine neue Verordnung des Sozialministeriums zum Pflegegeldgesetz sorgt für Aufregung unter Behindertenorganisationen. Geht es nach den Wünschen von Sozialministerin Lore Hostasch, so soll die finanzielle Unterstützung, die Behinderten für ihre Körperpflege geleistet wird, massiv gekürzt werden. Bisher erhielten Behinderte, die sich alleine nicht duschen konnten, einen Kostenzuschuß für tägliches Duschen. Damit konnten sie sich die teuer zu bezahlende professionelle Hilfe von Betreuern leisten und zu Hause leben. Ab nun soll es nach dem Wunsch des Sozialministeriums ausreichend sein, wenn sich Behinderte zweimal die Woche 25 Minuten brausen. Ein entsprechender Plan liegt in den Schubladen des Ministeriums. Wer mehr Hygiene will, muß in Zukunft ein ärztliches Attest vorlegen. Auch Menschen mit Harninkontinenz werden gegängelt: Wurden für die Körperpflege früher 4 mal 10 Minuten gestattet, so sollen es in Zukunft nur noch 4 mal 5 Minuten pro Tag sein. "Das ist

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