Das Leben ist eine Baustelle

Theater: Das Theater der Jugend spielt trotz Protesten des Katholischen Familienverbands die Bühnenversion des Kultromans "Trainspotting". Regisseur Harald Posch erklärt, warum

Karin Cerny | Kultur | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Fuck, Arschgeige, verfickte Scheiße, gschissene Drecksfut, Wichser, Schneebrunzer: nur eine bescheidene Auswahl an Ausdrücken, die an diesem Abend fallen und dem Katholischen Familienverband vermutlich keine Freude bereiten werden. Dieser hatte bereits im Vorfeld zur geplanten Aufführung von "Trainspotting" im Theater der Jugend Protest eingelegt. In einem Brief vom Juli des Vorjahres hieß es in nicht minder drastischen Worten: "Der vorliegende Text ist widerwärtig, entwürdigend, grauenhaft, abstoßend - schlicht ein Skandal." Dem folgte "in aller Deutlichkeit" die Aufforderung, das Stück ersatzlos zu streichen. Das Theater der Jugend beschloß, das mittlerweile an zahlreichen größeren und kleineren Bühnen gezeigte Erfolgsstück (Bühnenfassung: Harry Gibson) nach dem gleichnamigen Roman von Irvine Welsh (1993) trotzdem aufzuführen - allerdings außerhalb des Abos, im freien Verkauf (empfohlen ab 14 Jahren). Die Nachfrage scheint dem Theater recht zu geben: 80 Prozent der Karten

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