Fuchs und Förster

Krimi: In Sachen belletristischer Verwertung realen Briefbombenterrors war das Duo Kuba & Neuwirth am schnellsten.

Christoph Braendle | Kultur | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Grenzgenialer Titel, glänzend gestalteter Umschlag, schnell eine Bauchbinde ums Buch, Kontrastfarbe, also Gelb, damit's in alle Augen springt: "Kampfmittel ... Briefbomben ... ideal"; jetzt müssen nur noch 236 Textseiten hingeschnalzt werden, schon ist ein heißes Produkt entstanden, so läuft das doch? Fachleute für Sprache als Füllmaterial? Man weiß, wo sie zu finden sind: bei News; Spezialisten des einfachen Satzes wie Kuba & Neuwirth, damit's jeder versteht: fertig ist der Schlüsselroman zur "schwierigsten Periode der österreichischen Republik".

"Totort". "Der vorliegende Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, die handelnden Personen sind jedoch frei erfunden, allfällige Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig." Also gut. Nehmen wir Totort beim Wort und das Buch als Roman. Mit Terror beginnt's. Zehn Briefbomben, darunter eine an den Bürgermeister. "Wir wehren uns." Das "Wir" hat, in den Worten des psychiatrischen Gutachters, eine entschieden

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