Is Sperrstund'?

Lokalszene: Zu bestimmten Zeiten ist für Nachtschwärmer Schluß mit Lustig. Seit zwei Monaten haben Lokalbetreiber Schwierigkeiten, Sperrstundenverlängerungengenehmigt zu bekommen.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 02/99 vom 13.01.1999

Pünktlich um zwei ist es soweit. Unerbittlich machen Neonröhren und Deckenfluter in der Bluebox die Nacht zum Tag. Sessel und Barhocker werden hochgestellt, und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln signalisiert das Servicepersonal: Sperrstund' ist. Nachtschwärmer, die erst jetzt das Szenelokal entern und trotz Aufbruchstimmung nach einem Sitzplatz Ausschau halten, müssen sich damit abfinden, daß schon alles vorüber ist, so früh am Abend. Aber so will es das Gesetz. Die Bluebox verfügt - wie viele andere Lokale ihrer Art - nur über eine Kaffeerestaurant-Konzession. Und da ist per Verordnung um 2 Uhr früh Schluß. Basta.

Zumindest am Wochenende durfte es in Szenelokalen bis vier Uhr gehen. Doch plötzlich ist es vorbei mit der behördlich genehmigten Sperrstundenverlängerung. Der generelle gesetzliche Rahmen der Sperrzeitenregelung ist die Gewerbeordnung. War die Sperrstunde zu Kaisers Zeiten eher zum Schutz der Konsumenten vor übermäßigem Alkoholgenuß gedacht, dient


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