Die Fuchsjagd

Briefbomben: Zwei Wochen vor dem Prozeß gegen Franz Fuchs erscheint eine spannende Dokumentation der Briefbombenattentate und der Einvernahmen des Hauptverdächtigen Franz Fuchs

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Das Blitzlichtfoto eines Schwerverletzten, der gerade beide Hände verloren hat, verkauft sich gut. Etwas überbelichten, in roter Schreibmaschinenschrift "Ein Funke genügt ..." drüber, dazu den Briefkopf der BBA. Ein Bild wie ein Geständnis?

Zwei Wochen vor Beginn des Mordprozesses gegen Franz Fuchs legt profil-Redakteur und Briefbombenexperte Thomas Vasek eine umfassende Dokumentation der Briefbombencausa vor. Vom reißerischen Cover sollte man sich nicht abschrecken lassen. Dahinter verbirgt sich ein penibel recherchiertes und spannend geschriebenes Stück österreichischer Zeitgeschichte.

"Ein Funke genügt ..." gliedert sich in vier Abschnitte: eine Chronologie der Ermittlungen, eine Montage der Aussagen des Franz Fuchs, eine Zusammenstellung der wichtigsten Gerichtsdokumente und eine Bilanz der letzten sechs Jahre.

Ende 1993 explodieren die ersten Briefbomben. Justiz und Polizei geraten in Aufregung. Der Vater des Rechtsextremisten Franz Radl wird in Fürstenfeld in Unterhosen abgeführt,


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