Sozialfall Wien

Sozialhilfe: Die jüngste Regelung der Notstandshilfe drängt immer mehr Menschen in die Sozialhilfe. Wien schlägt nun Alarm: 100 Millionen Schilling mehr mußten 1998 ausgegeben werden.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Diskriminierung ist nicht das Thema. Ungleichbehandlung auch nicht. Es geht schlicht ums Geld. Stein des Anstoßes ist die Regelung der Notstandshilfe. Genauer, wer nach längerer Arbeitslosigkeit noch weiter Geld aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung erhält. Seit 1. April 1998 sind Österreicher, die nicht auf österreichischem Boden geboren sind, vom Erhalt der Notstandshilfe ausgeschlossen - es sei denn, sie haben die halbe Lebenszeit in Österreich verbracht oder in den letzten zehn Jahren acht Jahre ebenda gearbeitet. Die einzige Möglichkeit, die den betroffenen Langzeitarbeitslosen damit nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes bleibt, ist, um Sozialhilfe anzusuchen (Falter 42/98).

Diese Situation rief nach einem Antrag der Grünen im Gemeinderat - sie hatten die Neuverhandlung der Regelung gefordert - Sozialstadträtin Grete Laska auf den Plan. Knapp vor der Weihnachtspause teilte Laska zur Verwunderung aller Beteiligten mit, sie werde dem Ansuchen der Opposition folgen und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige