Im Senderwald

Mobilfunk: Milliardenschwere Investitionen kollidieren mit der Angst vor der mobilen Zukunft. In Österreich gibt es bereits mehr als 200 Bürgerinitiativen.

Medien | Markus Zwettler | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Für die einen stellen die österreichweit mittlerweile über 7000 Sendestationen der drei Mobilfunknetze Symbole anhaltenden Fortschritts dar. Für die anderen sind sie Auslöser von Angst und Zorn. Zur Fortschrittseuphorie gesellen sich Begriffe wie Elektrosmog oder Strahlungshysterie. Inzwischen haben jedoch auch die Gegner begriffen, daß man Investitionen in der Höhe von rund 30 Milliarden Schilling nicht einfach stoppen kann.

Die Betreiber der Mobilfunknetze sind zu einem bestimmten Versorgungsgrad ("Coverage") verpflichtet und haben ohnehin mit forst-, verkehrs-, berge- und wasserrechtlichen Bedenken zu raufen. Dazu kommen noch Fragen des Denkmalschutzes und des Ortsbildes. Den vehementesten Widerstand leisten den Betreibern allerdings die unmittelbaren Anrainer der Sendemasten.

Wolfgang Ahammer vom Österreichischen Umweltdachverband ÖGNU: "Wenn man bestehende Ängste der Menschen gegenüber den Auswirkungen des Mobilfunks nicht ernst nimmt, werden weitere Ängste geschürt. Ohne


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