Nüchtern betrachtet: Böse Menschen mögen keinen Buster

Kultur | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Es gibt Sätze, die können einen richtig niederziehen. Zum Beispiel, wenn mich König Kralicek statt mit dem üblichen, freundlich-lauernden "Naaaa??", an das sich eine detailfreudige Nacherzählung der zuletzt gesehenen fünfzehn Staffeln von "The Simpsons" anschließt, mit "Mein Gooott! Die ist ja Scheiiiße!!" begrüßt, womit er auf meine wunderbare, wollene Comme-de-Garcon-Krawatte anspielt, die mir ein Freund, der hauptberuflich Österreichs bestgekleideter Historiker ist, zum Geburtstag geschenkt hat. Seit der König in Istanbul eine Donna-Karan-Boutique betreten ("His name isn't really König?" wurde dort die Amtsanmaßung sofort durchschaut) und sich ein Kenzo-Sakko gekauft hat, nimmt er sich ganz schön was raus. Aber selbst an Tagen, an denen der König generös darauf verzichtet, sein modisches Mütchen an mir zu kühlen, bin ich vor Niederschlägen nicht gefeit. So las ich erst unlängst in einem Montagsmagazin folgenden Satz: "Manche mögen ihn heiß, für andere ist sein

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