Mein Fisch, der hat an' Stecken

Lokal: In Ottakring nimmt sich seit vorigem Sommer jemand der Kultur der Steckerlfischzubereitung an.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Eigentlich kommt der Steckerlfisch ja aus Oberösterreich, wo früher sowohl die Donau als auch mannigfaltige stehende Gewässer die Bevölkerung mit bis zu 66 verschiedenen Fischarten versorgten. 15.000 Steckerlfische sollen 1905 am Linzer Fischmarkt verkauft worden sein, erwähnt Franz Maier-Bruck in seinem Standardwerk "Vom Essen auf dem Lande" (Kremayr & Scheriau), besonders die kleineren und weniger edlen Weißfische: kräftig gesalzen, auf ein Steckerl gespießt und über Holzkohlenglut mit ein bißchen rauchendem Grünholz angebracht. Das gibt den Fischerln einen kräftigen Teint, ausschließlich rauchiges Aroma, macht die Sache trocken und knusprig, sodaß einem die Gräten nicht so auffallen und man sie folglich mitessen kann.

Dieses Qualmverfahren als Kombination von Heißräuchern und Braten entspricht zwar nicht mehr unbedingt der zeitgenössischen Vorstellung einer schonenden Zubereitung zur Erlangung eines produkttypischen Eigengeschmacks. Der Steckerlfisch erfreut sich aber

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