Zweiter Frühling

Shopping: Secondhandkleider über einen internationalen Großhandel zu beziehen klingt eigenartig. Doch die Kunden profitieren von der Globalisierung.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Für gewöhnlich erkennt man Secondhandläden daran, daß sie bis unter die Decke mit Gewand vollgestopft sind, das man in halben Nachmittagen durchackert, um dann endlich das absolut abgefahrene Stück vom Superdesigner um lachhaftes Geld zu entdecken. (Wenn das Schicksal es gerade nicht gut mit einem meint, wird der Jahrhundertfund allerdings um mindestens drei Größen zu klein sein.)

Jiggy hingegen sieht aus wie eine ganz normale Boutique: die Ware schön in Gruppen geordnet, genügend weiße Flecken an der Wand und das ganze Angebot in allen möglichen Größen. "Ich wollt's ein bißchen anders machen als andere Secondhand-läden", erklärt Besitzerin Brenda Neumann. Deshalb kauft sie nicht selbst an, sondern bezieht ihren Stoff über ihre "geheime Quelle". Die geheime Quelle ist ein Amerikaner, der seit 20 Jahren im Textilgeschäft secondhandmäßig unterwegs ist und daher "jeden Trend kennt", wie Neumann schwärmt. Und wenn einer mit 20 Jahren Erfahrung in Secondhand und eine mit


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