Der Mütter-Murks

Vorwort | Nina Weissensteiner | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Kommentar: Das VPsche Karenzgeld für alle würde biologistische Rollen zementieren und dem Land sozialen und xenophobischen Sprengstoff liefern.

Martin Bartenstein wird nicht lockerlassen. Daran konnte auch das koalitionäre Frühchen in Bad Aussee nichts ändern. Das dort hastig unter dem Druck der ÖVP geschnürte Familienpaket reicht dem Familienminister nicht, 24 Monate Karenz, aufgeteilt bis zum 7. Lebensjahr des Kindes, bringen noch kein vollkommenes Familienglück. Martin Bartenstein will den Familien nun sein "Wundermittel", sein Viagra für das Land nach der Nationalratswahl zukommen lassen. Das Wundermittel heißt für den Minister nach wie vor: "6000 Schilling Karenzgeld für alle." Was die Konservativen als Wahlversprechen preisen, kann auch als Drohung aufgefaßt werden. Nicht nur in SPÖ-Kreisen.

Denn ernst ist es der ÖVP mit ihrem Mutter-Bonus allemal. So ernst, daß die Partei-Granden vor der Regierungsklausur die Muskeln spielen ließen: Da machte Obmann Wolfgang Schüssel


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