Haftende: Tod

Franz Fuchs: Wie soll der Staat seine Feinde bestrafen? Wegsperren? Resozialisieren? Oder beides? Die Justiz ist ratlos.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

"Ich werde sowieso zu lebenslang verurteilt, ob als Beitragstäter zu 30 Prozent oder als Einzeltäter. Wenn jemand so etwas macht und dann erwischt wird, sollte er als toter Mann enden. Dieses ganze Schauspiel ist doch menschenunwürdig."

Franz Fuchs, 18. November 1998 Franz Fuchs hat recht. Es wird ein Schauspiel. Noch gilt der mutmaßliche Briefbombenbauer als unschuldig. Wahrscheinlich wird er recht behalten und wegen vierfachen Mordes, dreizehnfacher Körperverletzung und dem Versenden von 25 Briefbomben und drei Rohrbomben verurteilt werden. Franz Fuchs selbst fordert lebenslang. Wegen eines Verbrechens, das vier Oberwarter Roma das Leben, Helmut Zilk die linke und einen Polizisten beide Hände kostete.

Was soll danach geschehen? Wegsperren? Resozialisieren? Heilen? "Der Vollzug von Freiheitsstrafen soll zu einer rechtschaffenen Lebenseinstellung verhelfen. (...) Deshalb ist der Verurteilte von der Außenwelt abzuschließen", schreibt das Gesetz vor. Für jeden. Ob Staatsfeind,


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