Haftende: Tod/Der Fuchs-Prozess: Offene Fragen, Widersprüche

Politik | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Hunderte Journalisten, Dutzende Satellitenübertragungswagen und eine Armee von Polizisten werden ab kommenden Mittwoch das Grazer Landesgericht belagern. Der Fußgängerverkehr vor dem Gericht wird eigens umgeleitet, für die Presse werden farbige "Konferenzkärtchen" verteilt.

Am 2. Februar wird ein höflicher, rechthaberischer Mann mit steirischem Akzent und leichtem S-Fehler vorgeführt und vielleicht - so wie es seine Art ist - schelmisch lächeln. Franz Fuchs wird fürs erste schweigen. Der Staatsanwalt wird ihm vierfachen Mord an den Oberwarter Roma und Körperverletzung durch das Versenden von 25 Briefbomben und drei Sprengfallen vorwerfen. Insgesamt wurden vier Menschen getötet und dreizehn schwer verletzt. Gerichtspsychiater Reinhard Haller wird ihn als "geborenen Einzeltäter mit schizoider Kommunikationsstruktur" und "geistig abnormen Rechtsbrecher" klassifizieren. Die Geschworenen, so glaubt selbst Fuchs' Pflichtverteidiger Gerald Ruhri, "werden den Beschuldigten wahrscheinlich


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