Catwalk Straße

Magazine: Wer glaubt, daß österreichische Hochglanzmagazine Mode und Trends nur versnobt, arrogant und promigeil transportieren können, den belehrt "Street" eines Besseren.

Medien | Thomas Rottenberg | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Wien ist eine Stadt, in der Boutiquen "Erna" und "Gitti" heißen und in der die Kronen Zeitung sich darüber echauffiert, daß Wolfgang Schüssel auf der Regierungsklausur krawattenlos vor die Kameras tritt. Ungefähr genauso inspiriert ist das Auftreten der meisten Wiener im Straßenbild. Oder etwa doch nicht? Doch nicht. Zumindest wenn man dem Eindruck, den das Street Fashion Magazine erweckt, traut.

Darin ist der Unterschied zwischen dem Erscheinungsbild der Wiener und dem der Amsterdamer, New Yorker oder Londoner nicht meßbar - aber nicht, weil H&M längst den globalen Takt des textilen Mainstream-Straßenbildes vorgibt. Denn das Blatt aus dem Verlag Guttmann & Marcovici - jener Schmiede, deren cleveres Heimwerkermagazin Werkzeug im Vorjahr für Aufsehen sorgte - bevölkern lauter lustige, originelle, bunte, lebendige junge Leute. Im Unterschied zu den sattsam bekannten Lifestyle-Postillen langweilt Street aber nicht mit den ewig gleichen Protagonisten einer sich seit Jahren nach dem


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