Die Kinks am Balkan

Musik: Jim Black ist einer der begnadetsten, subtilsten und intelligentesten Schlagzeuger der Welt. Mit der Gruppe Pachora ist er dieser Tage in Wien zu hören.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Jim Black sieht nicht gerade so aus, wie sich das Schweinerock-Groupie einen Zeugler vorstellt: Jim Black ist 31, sieht aus wie 17, hat Halsweite 36 (geschätzt) und liegt auch was Schulter- und Bizepsmaße anbelangt eher unter dem Durchschnitt gleichaltriger Kollegen aus Seattle. Black ist derzeit einer der umtriebigsten Drummer der längst ubiquitär gewordenen New Yorker Szene und setzt damit die Tradition dortiger Ausnahme-Schlagzeuger fort. Drummern wie Bobby Previte oder Joey Baron ist Black in manchen Fällen tatsächlich unmittelbar nachgefolgt - etwa bei Tim Berne's Bloodcount oder bei Uri Caines vielbeachtetem Gustav-Mahler-Projekt. Mit der Formation Pachora, deren Name sich von einem türkischen Dessert ableitet, ist Black derzeit auf Europa-Tour und wird dieser Tage auch in Wien haltmachen.

Pachora ist nur die jüngste Ausprägung eines Trends, an dem mastermind John Zorn (wie so oft) entscheidenden Anteil hatte: Mit seiner Gruppe Masada (die nicht zu Unrecht auf die Formel Ornette


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