Gott ist dein Papa

Abtreibung: Seit Mifegyne ist der Streit um die Fristenlösung wieder aufgeflammt. Doch haben die Abtreibungsgegner tatsächlich Alternativen parat? Eine "Falter"-Redakteurin gab sich als Schwangere in Not aus und ließ sich beraten.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Die Wahrnehmung verändert sich. Plötzlich stehen viel mehr knutschende Pärchen herum, gehen viel mehr schwangere Frauen auf der Straße, stehen in jedem Buchgeschäft Anleitungen für glückliche Schwangerschaften, haben alle Apotheken Schwangerschaftstests in der Auslage. Und der vermeintlich harmlose Weg zu den Beratungsstellen abtreibungsfeindlicher Organisationen wird zu einer Frage der Überwindung. Wie muß es da erst Frauen ergehen, die wirklich schwanger sind?

Pro Life Die Stammgäste vor dem Ambulatorium Fleischmarkt sind regelmäßig Vorbeikommenden schnell bekannt: Ein bis zwei Streetworkerinnen, die die Patientinnen, die zu ihren Beratungsgesprächen oder zum Eingriff selbst kommen, sicher zur Klinik geleiten. Vorbei an den ein bis drei Vertretern der Organisation "Ja zum Leben" (auch bekannt unter Pro Life, Human Life Österreich, Addams Frauenzentrum) des frühpensionierten Vorarlberger Lehrers Dietmar Fischer, die jeder Frau im gebärfähigen Alter (egal, ob sie das


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