Catch as Catch can

Wrestlingsport: In der neuen Wrestling School Austria lernt man fallen, 120-Kilo-Männer werfen, Schultergelenke auskugeln und sein eigenes Showtalent kennen.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

Keuchend blicken Humungus und Pain Factory einander in die wild aufgerissenen Augen. Laut schnaubend klatscht Humungus, der kräftigere von beiden, mit seinem nackten Bauch voller Tattoos gegen den Magen seines Gegners. Der droht dem Tätowierten wild und schon entsteht ein hektisches Gerangel und Geschiebe. Pain Factory, vergleichsweise schmächtig, trägt den Halbnackten eine Runde im Kreis, wirft ihn auf die rote Matte und beginnt, an seinen Beinen zu zerren. Der Unterlegene schreit vor Schmerz und fleht um Gnade. Da Pain Factory eigentlich ein herzensguter Mensch ist, läßt er Humungus' Beine los. Doch das verzweifelte Winseln war nur gespielt, und schon wendet sich das Blatt. Nun werden umgekehrt Beine ausgehebelt. Schließlich liegt Mr. Pain Factory röchelnd und komplett verknotet unter Humungus. "Das macht mir gar nichts", grinst der ausgebootete Kämpfer, "ich bin sehr dehnbar." Dann schreit der Besiegte wieder begeistert auf. Vor Schmerz versteht sich.

Man muß keinen Phantasienamen


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