Phettbergs Predigtdienst (Nr. 340): Menschenleer

Kultur | aus FALTER 04/99 vom 27.01.1999

... Ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk ... sie gehen friedlich auf die Weide, und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen.

Zef 2,3;3,12-13 (1. Lesung am 4. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr A) Wien scheint kaum bewohnt, und trotz dieses Feudalismus leben alle am Zahnfleisch. Kluge Städte würden wissen, daß Seelen schon bald kostbar werden. Immer weniger Leute werden Kinder kriegen, und die Stadt, die dann dafür gesorgt hat, daß sie bewohnt ist, wird glücklich sein. Darum sollten kluge Städte jetzt Menschen einladen, in ihnen zu wohnen, damit sie auch in Zukunft Bestand haben und Vitalität. Ich sitze vergangenen Montag, 11. Jänner, in der Früh im Ritter, dort, wo ich so gern sitze, gegenüber vom Eingang, wo ich den Bundesländerplatz überblicke, und schaue. Es ist ein sensationell schöner grauslicher Tag.

Seit sieben Jahren verkünde ich von dieser Stelle aus den neuen Sadomasochismus, welcher keiner mehr ist, sondern Philosophie und Generosität.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige