Wir Weltmeister

Seinesgleichen Geschieht: Die Schiweltmeisterschaft in Vail wird es wieder zeigen: Österreich ist eine Stimmungsnation.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

Was soll man von Schiweltmeisterschaften halten, die mit einer wetterbedingten Verschiebung beginnen? Das Leben ist ohnehin kurz und schäbig. All die enttäuschten Kindergesichter der Nation, denen man das Hauptabendprogramm vor der Nase um eindreiviertel Stunden verschiebt, obwohl die dicht im Hintergrund tanzenden Flocken jedem Eingeweihten zuflüstern, daß in eindreiviertel Stunden noch viel weniger läuft! Eindreiviertel Stunden später wird sang- und klanglos abgedreht und mit in Schwyzerdütsch vorgetragenen Platitüden auf morgen vertröstet. Als hätte diese Erstvertröstung (die diversen Gesamtwetterlagen signalisieren uns, es wird nicht die letzte bleiben) keine Auswirkung auf die Stimmungslage!

Morgen ist übrigens Franz-Fuchs-Tag. Die Grazer Parallelveranstaltung bietet eine Art Kontrastprogramm. Parallelen braucht man nicht herbeizuzwingen. Außer der zufälligen Gleichzeitigkeit gibt es keine. Vielmehr stehen die Ungleichzeitigkeiten klar vor Augen. Hier geht es um Konzentration,


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