Dokumente gegen Geld?

Sammelklagen: Mitglieder der Historikerkommission kritisieren den Deal zwischen US-Anwalt Ed Fagan und der Bank Austria.

Politik | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

Ed Fagan grinste nach dem Deal zufrieden: "Nun haben wir Raketen im Kampf gegen die deutschen Banken! Wir haben den Zugang zur Hauptgoldader, der Deutschen und der Dresdner Bank." Vergangene Woche erwarb der gewitzte amerikanische Anwalt für einen erheblichen Nachlaß seiner Forderungen gegen die Creditanstalt (CA) den Zugang zu bisher streng geheimgehaltenen Archiven. Fagan glaubt, mit diesen Dokumenten die "dreckigen Goldgeschäfte" der Deutschen Bank und der Dresdner Bank beweisen und die Schadenersatzforderungen seiner Mandanten schneller durchsetzen zu können. Zusätzlich zu den Dokumenten sollen Fagans Mandanten Schadenersatz zwischen 40 Millionen Dollar (profil) bzw. 92 Millionen Dollar (Format) zugesprochen bekommen. Bei der Bank Austria - zu ihrem Konzern gehört die CA - schweigt man über den Vergleich.

Gegen den Deal regt sich nun heftiger Protest seitens einzelner Mitglieder der österreichischen Historikerkommission, die im Auftrag der österreichischen Bundesregierung die

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