Bad Lieutenants

Polizeiskandal: Die Wiener Fremdenpolizei hat einen Malaysier vier Tage lang grundlos eingesperrt. Wieder mit dabei: jener Polizist, der die Chinesen des Chinarestaurants Schöne Perle verprügelt haben soll.


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

Es kommt selten vor, daß die Richter des Unabhängigen Verwaltungssenates (UVS) so deutliche Worte über die Wiener Fremdenpolizei wählen: "Es ist", urteilten die Richter in einem soeben erschienenen Bescheid, "kein wirklich stichhaltiger Grund ersichtlich", der es den Beamten der Fremdenpolizei gestattet hätte, einen malaysischen Koch für vier Tage ins Polizeigefangenenhaus Roßauer Lände zu sperren. Vier Tage Haft. Einfach so.

Der nun bekannt gewordene Vorfall ähnelt verdächtig dem, über den der Falter ausführlich berichtet hat: jenem im Chinarestaurant Schöne Perle. Damals wurden Dokumente der chinesischen Lokalbesitzer für falsch erklärt, die Chinesen verhaftet und an-schließend mit Faustschlägen "beamtshandelt".

Und siehe da, schon wieder ist derselbe Beamte der Fremdenpolizei beteiligt: Gruppeninspektor Andreas R. Jener Beamte, der beschuldigt wurde, die Besitzerinnen des Chinarestaurants Schöne Perle nach einer Paßkontrolle verprügelt, zu Unrecht eingesperrt und schikaniert

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