Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

I remember Baseballschläger Peter Sandbichlers stereometrisch verspannter "Skinball", eine Baseballschläger-Skinhead-Reminiszenz, mit einer aus bemalten Holz-Versatzstücken zusammengebastelten, dem Appropriations-Klischee "außerwestlicher Staaten" exakt entsprechenden Riesenskulptur von Franziska Nunez zu verbinden, scheint jedenfalls absurd.

Der Standard über die Ausstellung "Chile : Österreich" in Linz.

Radikal-konstruktive Einsichten Der Erzählraum ist gleich Fahrgastraum: Fahrende und Mitfahrende falten in ihren Geschichten ihre Gedächtnisse auf und konstruieren Wimmers Gegenwart als kontrapunktisch strukturierte Polyphonie poetisch-geschichtlicher Verfugungen. Wimmers "auto stop" wird angetrieben von der radikal-konstruktiven Einsicht in die Produktion von Geschichte, denn nicht Gegenwart kommt aus der Vergangenheit, sondern die Vergangenheiten resultieren aus dem Denken des Heute. Das Unterwegs-Sein auf dem Zeitpfeil ist eine real-poetische Fortbewegung durch unser Raum-Zeit-Kontinuum der Unwiederholbarkeit. Die Zeit hat eine Richtung und vergeht irreversibel - dabei ist nicht darauf zu vergessen: "Es ist alles hier und jetzt", wie Heinz von Förster sagt.

Der Sonderzahl-Verlag über das neue Buch von Herbert J. Wimmer.

Kunst muß weh tun Elfriede Ott malt Aquarelle. Daß sie Kunst produziert (echte, gläubige, jenseits von modischen Richtungen), ist auch daran zu ersehen, daß sie ihre Arbeit nicht genießt, sondern vom Zwang zur Produktion besessen ist.

Aus täglich Alles.

Der Dampf des Schicksals Eine Tränensauna. Das Eifersuchtsduell zweier starker Frauen um Mutterglück. Heiß strömt der Augensaft über die Gefühlsgänsehaut, wenn schweres Schicksal dampft.

Rudolf John beim Aufguß.


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