Lernen am Leib

Tanz: Der Amerikaner Daniel Lepkoff, ein Pionier der Tanzimprovisation, erarbeitet mit der Wiener Gruppe Lux.Flux und dem Moskauer Saira Blanche Theatre drei Performance-Abende.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

Als Daniel Lepkoff im August vorigen Jahres aus New York ins russische Jaroslawl kam, wohnte er im Hotel Drushba. "Drushba" heißt Freundschaft. Jaroslawl ist eine der herzeigbaren Städte, die den sogenannten "Goldenen Ring" um Moskau bilden. Und Lepkoff ist einer jener Tänzer, die Anfang der siebziger Jahre an einer fundamentalen Veränderung ihrer Kunstform initiativ beteiligt waren.

In Jaroslawl fand ein Tanzfestival statt, und im Drushba hatte auch ein Grüppchen Österreicher mit zwei Männern aus Moskau Quartier bezogen, die einen subversiven Gegenpol in der Wiener Tanzszene bilden: Lux.Flux und das Moskauer Saira Blanche Theatre. Sie waren wie Lepkoff von dem Festival eingeladen, und sie betreiben wie er Improvisationstanz.

Das Solo "Sight Reading" des heute 48jährigen Lepkoff war unter den 54 (!) Stücken, die an acht Tagen programmiert waren, das bei weitem beeindruckendste; Lux.Flux & Saira Blanche schmissen Wassermelonen auf die Bühne sowie ins honorige Publikum und verursachten


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