Rummel im Tunnel

Untergrund: Vor zwei Wochen präsentierte der "Falter" die leerstehenden Tunnel und Hallen entlang der U3. Nun beginnen Ideen und Vorschläge auf die Stadt einzuprasseln.

Stadtleben | Thomas Rottenberg | aus FALTER 05/99 vom 03.02.1999

Die Stadtwerke waren sauer: Da hat man 10.000 Quadratmeter unberührter und unbenutzter Flächen in erstklassiger Lage, von denen niemand weiß. Und plötzlich ist das Geheimnis keines mehr: Zwei Seiten Fotos zeigen ungenutzte Tunnellandschaften, die die Wiener Linien beim Bau der U3 entlang der Mariahilfer Straße und unter dem Gürtel errichtet haben. So, als dürfte das jeder wissen. Obendrein haben die Stadtwerke vorher nicht gewußt, daß Mitarbeiter der Stadtplanung Licht in die dunklen Hallen werfen würden. "Das war seltsam und führte zu Verstimmung", lautete der knappe Kommentar aus dem Büro von Stadtwerke-Stadträtin Brigitte Ederer. Davon will Planungsstadtrat Bernhard Görg aber nichts wissen: "Wir sind routiniert genug, um über gekränkte Egos hinwegzusehen und uns dem Kern der Sache zu widmen - einer intensiven Diskussion über die Nutzung."

Die brach kurz nach Erscheinen der Tunnelfotos auch prompt aus. Vor allem die beiden jeweils etwa 600 Quadratmeter großen Hallen parallel


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