Doppel-Paß

Seinesgleichen geschieht Erste Wahlniederlage für das rot-grüne Bonner Bündnis. Im Zentrum: die doppelte Staatsbürgerschaft.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Was uns derzeit wichtig ist: die Schiweltmeisterschaften, der Fuchs-Prozeß, der Semmering-Basistunnel, König Husseins Begräbnis und Bill Clintons Impeachment-Verfahren (in ungefährer Reihenfolge ihrer lokalen Bedeutung). Kaum kommen wir dazu, uns über die 3:0-Fußballschlappe der Deutschen gegen die USA zu freuen. Wir können uns eben nicht um alles kümmern, schon gar nicht um eine Landtagswahl in Hessen.

Gut, es war der erste sogenannte Stimmungstest für die rot-grüne Regierung in Deutschland, und die CDU hat ihn ebenso spektakulär gewonnen, wie ihn die Grünen verloren haben. Aber Hessen? Warum Hessen? Im hessischen Ballungsraum Frankfurt wurde vor mehr als zwanzig Jahren jene sogenannte grüne Realpolitik formuliert, die schließlich zur rot-grünen Regierung geführt hat. Frankfurt war nicht nur intellektuelles Zentrum, es war auch stets ein Labor für neue politische Entwicklungen. In Hessen fand die erste rot-grüne Koalition auf Länderebene statt, der erste (in Turnschuhen


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