Dolm der Woche: Rolf Huber

Politik | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

"Jobs, Jobs und wieder Jobs", hatte der Boß befohlen, und die Genossen hatten zu denken begonnen. Auch Rolf Huber, Bezirksvorsteher des 15. Bezirks, ging mit sich in Klausur, reflektierte über das Arbeitslosenproblem und hatte eine Idee: In der U-Bahn würden sich die Fahrgäste am späteren Abend vor den leeren Bahnsteigen fürchten. Also: "Um Unsicherheitsempfinden gar nicht erst aufkommen zu lassen, wäre es sinnvoll, die U-Bahn personalintensiver zu gestalten", meinte Huber kürzlich. Und weiter: "Wenn sich auf den Bahnsteigen sichtbare Ansprechpartner aufhalten, steigt das subjektive Sicherheitsempfinden. Darüber hinaus wäre dies sicher ein beschäftigungspolitisch attraktiver Bereich." Also, ab in den Untergrund mit Wiens Arbeitslosen, um den einsamen Verunsicherten Stütze zu geben. Reden und Hilfestellung zählen ohnedies zu den hervorstechenden Tugenden des Wieners.


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