Stronachs Bundesliga-Pläne: Frank Fußballgott

Politik | Klaus Federmair, Gerald John | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Frank Stronach hat's geschafft. "Für mich ist er bereits Bundesliga-Präsident", brummt Sturm-Graz-Präsident Hannes Kartnig und macht kein Hehl daraus, daß ihm das nicht paßt. "Gegen die Mehrheit kann ich mich nicht durchsetzen." Der Grund für Kartnigs Ärger: "Die haben sich alle kaufen lassen. Das sind lauter Blinde."

Binnen weniger Monate hat Frank Stronach fast alle Bundesligaklubs eingewickelt. Sein stärkstes Argument: viel Geld. Stronach verspricht jedem Erstligisten zehn und jedem Zweitligisten 1,8 Millionen Schilling jährlich für die Abtretung der Fernsehrechte an seine Vermarktungsfirma SMI. Gezahlt wird ab sofort, obwohl die Rechte frühestens in fünf Jahren verfügbar sind. Bis 2004 sind die Übertragungsrechte an die deutsche Agentur ISPR vergeben, für die folgenden drei Jahre hat die ISPR ein Vorverhandlungsrecht. Für die Zeit "danach" plant Stronach einen privaten Sport- und Wettkanal, an dessen Gewinnen die Klubs beteiligt sein sollen. Als Zuckerl stellt der Austro-Kanadier


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