Let's be Frank

Porträt Frank Stronachs Geldbeutel scheint unerschöpflich. Der Multimilliardär will nun den heimischenFußball retten. Stronach hat Österreich im Griff. Oder ist es umgekehrt?

Politik | Gerald John, Simon Kravagna und Thomas Rottenberg | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Sanft senkt sich der Privatjet vom Typ "Falcon 900" zum Landeanflug auf Wien. Zwei gutsituierte Herren kehren von einem Busineß-Trip aus Rußland zurück. Einem der beiden, dem austrokanadischen Geschäftsmann Frank Stronach, sticht in der klaren Nacht eine hell erleuchtete Schüssel ins Auge: das Ernst-Happel-Stadion, wenige Minuten vor Anpfiff des Länderspiels Österreich gegen die USA im April 1998. Sein Begleiter Rudolf Streicher, Steyr-Generaldirektor und Präsident des Fußballklubs Austria Wien, hat eine - wie sich herausstellen sollte - geniale Idee: "Schau'n wir uns das an!"

Stronach und Streicher lassen sich ins Stadion kutschieren. Was sie dort sehen, gefällt nicht. Österreich verliert mit 0:3. "Die Amerikaner laufen dreimal soviel", empört sich Stronach: "Da muß man etwas machen." Noch ein Geistesblitz Streichers: "Warum machst nicht du etwas?" Bald darauf hat die Austria einen neuen Spieler und ein paar Millionen mehr. Und das Versprechen für eine Nachwuchsakademie.

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