BERNHARD GÖRG: Kugel kommt nicht


Interview: Thomas Rottenberg
Politik | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Vizebürgermeister Bernhard Görg über Frank Stronach, die Kugel und Stronachs Ähnlichkeit mit Helmut Zilk.

Falter: Wie schätzen Sie als ehemaliger Personalberater den Unternehmer Frank Stronach ein?

Bernhard Görg: Stronach ist zwar Österreicher, hat sich aber zum typischen amerikanischen Manager entwickelt. Solche Metamorphosen sind selten. Er ist ein paternalistisch-kapitalistischer Typ mit ungeheurem Sendungsbewußtsein. Stronach spielt in der Wirtschaft jene Rolle, die Zilk in der Politik hatte. Er weiß oft selber nicht, ob er etwas aus Überzeugung oder Kalkül sagt. Das macht beide so erfolgreich.

Kann Stronach mit Kritik umgehen? Man wirft ihm vor, jede sachliche Kritik als persönlichen Angriff aufzufassen.

Erstens sind Selbstzweifel keine amerikanische Unternehmereigenschaft. Und zweitens erfüllt die Attitüde, sachliche Kritik als persönlichen Angriff zu werten, ihren Zweck: Man traut sich nicht mehr, sachlich zu kritisieren.

Was will Stronach mit seinen Projekten?

Er behauptet,

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