Heim aus dem Nichts?

Ausländer Noch sitzt Baris Keles in der Türkei. Das könnte sich nun ändern. Nach Protesten von Jugendarbeitern will der Innenminister nun "humanitäre Lösungen" für illegale Jugendliche in Österreich finden.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Die Töne aus dem Innenministerium waren ungewohnt konziliant. Dabei hatte Karl Schlögl in den letzten Tagen nicht mit harten Worten zu Ausländerthemen gespart. Am Montag, nach einem Gespräch mit Vertretern der Jugendbetreuer von "echo" und "Back on stage" war plötzlich alles anders. Schlögl redete von "humanitären Lösungen" und "wohlwollenden Prüfungen". Der Grund dafür: Die Jugendprojekte "echo" und "Back on stage" hatten Schlögl 40 Fälle von ausländischen Jugendlichen vorgelegt, die ohne eigenes Verschulden entweder illegal in Österreich leben müssen oder bereits abgeschoben wurden. Ganz obenauf lag der Fall des jungen türkischen Kurden Baris Keles, der im Jänner nach sechs Jahren in Österreich im Alter von 18 Jahren in die Türkei abgeschoben worden war (Falter 5/99). Schlögl lenkte ein. Sollte Baris neuerlich einen Antrag auf Aufenthaltsbewilligung stellen, werde man diesen "wohlwollend prüfen", erklärte der Innenminister gegenüber dem Falter. Von einer "Generalamnestie"


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