Kommentar: Kunsthalle: Provisorium in Progress?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

"Thomas Bernhard ist tot, es lebe Adolf Krischanitz!" So begann Jan Tabor seinen Artikel (Falter 14/92) über den Kulturkampf, den die Presse unter Führung Hans Haiders im Frühjahr 1992 gegen die damals gerade im Bau befindliche, vom Architekten Adolf Krischanitz entworfene Kunsthalle am Karlsplatz führte. Haider wetterte gegen "Reißbrett-Kulturbeglückung" und wurde durch Oskar Putz' Farbgebung gar dazu angeregt, einen "Gemeinde-Container im signalhaften Orange des kommunalen Straßendienstes" zu halluzinieren.

Das Provisorium der Kunsthalle hat in absehbarer Zeit ein Ende. Spätestens wenn sie 2001 ins Museumsquartier übersiedelt sein wird, muß auch der Container im Zwickel zwischen Rechter Wienzeile und Wiedner Hauptstraße weg. Das sei, so Kulturstadtrat Peter Marboe zum Falter, von seiner Vorgängerin Ursula Pasterk so vereinbart worden, und daran gedenke er sich auch zu halten. Vor allem dem 4. Bezirk war/ist die Halle in ihrer jetzigen Form ein Dorn im Auge. Einigkeit herrsche,


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