Schlicht und ergreifend

Film Eine melodramatische Proletenpassion: "My Name Is Joe", der neue Film von Working-class Hero Ken Loach.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Ken Loach macht vorzugsweise einfache Filme über einfache Leute. Diese Beschreibung ist wenig mehr als eine Phrase, aber dennoch (oder gerade deshalb) ist sie keineswegs einfach, sondern impliziert Widersprüche und Probleme, die anhand von "My Name Is Joe" virulent werden.

Die einfachen Leute - man sagt auch gern: die kleinen Leute, beides ist bei Loach ohne jede Ironie zu verstehen - wohnen in Glasgow. Es sind dies im wesentlichen besagter Joe (Peter Mullan, 1998 in Cannes ausgezeichnet, davor in "Trainspotting" zu sehen), ein arbeitsloser Exalkoholiker Ende dreißig, der Gelegenheitsjobs verrichtet und ein letztklassiges Fußballteam coacht; Sarah (Louise Goodall), eine etwa gleich alte Sozialarbeiterin, die sich in ihn verliebt; und ein junges, mittelloses Paar, das von beiden betreut wird: er als Ex-Junkie und Fußballer von Joe, sie als heroinabhängige Mutter von Sarah. Über eine Reihe von Begegnungen, Verstrickungen, Gesprächen und Gewaltausbrüchen hinweg erzählt "My Name Is


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