Archetypisch Frau

Tanz Die oberösterreichische Choreographin Ina Rager verwandelt sich auf der Bühne in starke Typen.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Anfangs performte sie auf der Straße, dann tanzte sie einen Zwerg, einen Vogel oder eine Dichterin. Später verstrickte sie sich in eine Kredenz und schlich zu den Äpfeln in den dunklen Keller, wo der Gnom der Angst wartete. Jetzt nimmt die Choreographin, Tänzerin, Schauspielerin und Mime-Künstlerin Ina Rager den Sarg mit Philipp dem Schönen mit auf die Reise: Bei "Pandora 99", dem Frauentheaterfestival im dietheater Konzerthaus, tritt sie als Johanna die Wahnsinnige auf.

Ihre Archetypensammlung wird damit, wenn alles gutgeht, um ein interessantes Exemplar erweitert. Auf Ragers Liste steht unter anderem Phönix, der Gefiederte aus der Asche, den sie in dem halbstündigen Solo "Elan Zwol" spielte. Oder "Bella", eine Zwergin in schwarzem Krinolinenrock und mit spitzem Schirmchen, die ihre Bühne in eine düster märchenhafte Twilight-Zone verwandelt - umweht von den Bachschen Goldberg-Variationen, verkörpert Bella alle weiblichen Figuren bei Schneewittchen zusammen: Sie verwandelt sich


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