Bilder einer Ausstellung

Musik DJ Krush, Pate der Tokioter HipHop-Szene und Großmeister der abstrakten Beats, traf den "Falter" zum Interview.

Kultur | Robert Rotifer/London | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Zwei Jahre lang forschte DJ Krush in seinem Soundlabor nach verborgenen Beats und Melodiefragmenten in Kratz- und Blubbergeräuschen. Die selbstgestellte Herausforderung, ein rein instrumentales Album gleichzeitig spannend und minimalistisch zu gestalten, brachte ihn nicht selten dazu, seine asketischen Loops bis über die Stolpergrenze hinaus zu dehnen. Akribisch untersuchte er seine Sounds, wie er selbst sagt, "unter dem Mikroskop", bis auch noch das geringste elektrostatische Knacksen zur Hookline eines ganzen Tracks werden konnte. Nun ist Krush bereit, der Welt das Ergebnis, sein neues Album "Kakusei", zu präsentieren. Es gibt nur ein Problem. DJ Krush spricht kein Wort Englisch, und wir müssen uns den Künsten einer Übersetzerin anvertrauen, die seine Aussagen - konsequent in dritter Person - in blumiges Englisch übersetzt.

Krushs letzte, wesentlich leichtherzigere LP "MiLight" sei vor dem Hintergrund des damaligen Giftgasattentats der Aum-Sekte auf die Tokioter U-Bahn entstanden,


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