Nüchtern betrachtet: Wahre Bräune kommt von innen

Kultur | aus FALTER 06/99 vom 10.02.1999

Woher mein Freund, der Kasache, seinen tiefste Zufriedenheit und Lebensfreude ausstrahlenden Bronzeteint bezieht, weiß ich nicht. Vom Teetrinken kommt er nicht. Denn was den Konsum gerade noch flüssiger, mit Milch zu einem satten Braun verdünnter Trash-Tee-Essenzen betrifft, so stehe ich dem Kasachen in nichts nach, gehöre aber trotz des täglichen Konsums einer Kanne aufgebrühten St. Michael Extra Strong Loose Leaf Tea zu jenen "Topfennegern", die in Franz Fuchs einen fragwürdigen Fürsprecher gefunden haben. Es sind auch nicht die ständigen Reisen in brunzwarme, bronzeteintfördernde Länder wie Bali, Burma oder - derzeit - Brasilien, die für die Bräunung des Kasachen verantwortlich sind. Wahre Bräune kommt von innen, und wo einer wie ich - im Unterschied zu Uma Thurman - Ying-und-Yang-Zeugs in sich reinfrißt, wie's grad kommt, und bei jedem Wetter nur Kopfschuppen produziert, reicht für den Kasachen sein wöchentlicher Spaziergang über den wohlbewölkten Graben aus, um eine


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