Dolm der Woche: M. Bartenstein

Politik | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Frau Bartenstein ist eine bemitleidenswerte Frau. Da hat sie einen Mann, der ihr nicht nur ein Kind nach dem anderen macht, sondern im Zivilleben eine Pharmafirma leitet und derzeit als Familienminister und - solange die Marathonsaison Pause macht - hauptberuflich als Babyküsser durchs Land fegt. Aber was hat sie - materiell gesehen - davon? Nichts. Absolut nichts. Wäre da nicht das Karenzgeld, Frau Bartenstein müßte putzen gehen. Einen greinenden, hungrigen Balg in Fetzen am Rücken. Weil Martin Bartenstein so arm ist, daß er Frau und Kindern einfach nichts abgeben kann. Soll aber keiner sagen, daß er sich keine Sorgen macht: "Wie kommt meine Frau dazu, daß sie wegen meines Einkommens kein Karenzgeld mehr bekommen würde?" poltert er gegen die Idee, Karenzgeld an echt Bedürftige auszuzahlen. Recht hat er. Wie kommt Frau Bartenstein wirklich dazu?


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