Karenzgeld: Chronik einer Verwirrung

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Die SPÖ-Devise der vergangenen Woche war simpel. Das Thema mußte raus aus der öffentlichen Debatte. Zu erfolgreich war das Schlagwort vom "Karenzgeld für alle", warnten die eigenen Umfragen. Denn während die SPÖ im Herbst auf ihre Inszenierungen setzte, hatte die ÖVP ein einziges Thema getrommelt: "Karenzgeld für alle!" Die Reaktion kam in aller Kürze. Viktor Klima rief Frauenministerin Barbara Prammer und Sozialministerin Lore Hostasch zu sich und gab ihnen einen Auftrag: "Ein Karenzgeldmodell für alle, die es brauchen", sollten die beiden Ministerinnen entwickeln. Am Dienstag ging er gleich selbst an die Öffentlichkeit und forderte eine soziale Einkommensschranke beim "Karenzgeld für alle" in der Höhe von einer Million Schilling - "eine Hausnummer", fügte er hinzu. Klima setzte damit den Höhepunkt einer monatelangen SPÖ-Geschichte der Verwirrungen. Hier einige Auszüge: August 1998: ÖVP-Familienminister Martin Bartenstein stellt seine Forderung nach einem Karenzgeld


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