Die Profis

Bauskandal Nicht nur beim Straßen- oder U-Bahn-Bau soll es Kartellabsprachen gegeben haben, sondern auch im Hochbau. Nach einem Kontrollamtsbericht wurde die Stadt Wien bei Installateursarbeiten geprellt.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Das Erstaunen der Kontrollore der Stadt Wien war groß, als sie die Unterlagen vor sich liegen sahen. Was im großen funktionierte, lief offenbar auch im kleinen. Die Rede ist von Preisabsprachen. In diesem Fall betraf es aber weder Asphaltkocher noch Tunnelgräber, sondern Teile der Wiener Heizungs-, Bad- und Küchenprofis, die sich bei Aufträgen der Stadt Wien in Schulen, Kindertagesheimen, Amtshäusern und anderem über Preise verständigten.

Die Absprachen gingen "so offenkundig" vor sich, "daß hier von einem ganz, ganz massiven Verdacht der Kartellbildung auszugehen ist", resümiert Kontrollamtsdirektor Peter Satrapa. Die Preise der einzelnen Anbieter unterschieden sich konstant voneinander. Das heißt, Posten 1.1. bis Posten x.y. des Zweitbieters oder Dritt-, Viert-, Fünftbieters waren immer um denselben Prozentsatz teurer. Satrapa erstattete nun Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Auf eine konkrete Schadenssumme für die Stadt will er sich aber nicht festlegen. Das gesamte Volumen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige