"Weltmeister? Eh kloar!"

Fussball Frank Stronach wurde zum Präsidenten der Bundesliga gewählt. Es gibt kaum noch einen Bereich im österreichischen Spitzenfußball, wo der Milliardär nicht seine Finger im Spiel hat.

Politik | Gerald John | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Na kloar wer'n ma Weltmeister", frohlockt die Stimme am Telefon: "Ich bin ein Visionär." Nur das breite Tirolerisch verrät, daß der Mann am anderen Ende der Leitung nicht Frank Stronach heißt. Aber Martin Kerscher, Präsident des Fußballklubs FC Tirol, freut sich über den vergangenen Sonntag mindestens genauso wie Stronach. An diesem Tag wurde der Austrokanadier in Graz zum Präsidenten der österreichischen Bundesliga gewählt. Kerscher: "Das ist ein Schritt weg von den Berufsfunktionären und ihrer Eitelkeit."

Von den 20 Vereinspräsidenten der Bundesliga und der Ersten Division stimmten 17 für Stronach, zwei Klubs, Rapid und LASK, enthielten sich der Stimme. Gegen Stronach war nur Sturm-Graz-Boß Hannes Kartnig. Der Steirer behält sich eine Anfechtung der Wahl wegen formaler Fehler vor. Die Stronach-Befürworter erwarten vom neuen Präsidenten vor allem eines: viel Geld. Der Milliardär verspricht jedem Bundesligaklub zehn Millionen Schilling jährlich für die Abtretung der Fernsehrechte


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